KRI

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Next Liberty_Kindertheater in Graz_Titelschriftzug KRI
von Stefan Wipplinger / Sieger:innenstück Retzhofer Dramapreis 2025 in der Kategorie „Für junges Publikum“ / eine Koproduktion mit dem TaO! –Theater am Ortweinplatz
Uraufführung
12+
ab der 6. Schulstufe
KRI
Regie: Manfred Weissensteiner
Co-Regie: David Valentek
Ausstattung: Milena Czernovsky, Caroline Haberl
Musikalische Leitung: Felix Klengel
Lightdesign: Lorenz Meiler
Dramaturgie: Dagmar Stehring
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Prädikat: Retzhof! Die Stücke, die bisher im Rahmen der jungen Sparte des Retzhofer Dramapreises entstanden sind, haben international für Aufmerksamkeit gesorgt, wurden vielfach ausgezeichnet (u. a. wurde „nachtschattengewächse“ für den Stella 2021 und „SagdochmalLuca“ für den Dt. Jugendtheaterpreis 2024 nominiert) und aufgeführt (u. a. am Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen). Umso größer ist die Vorfreude auf die nächste Zusammenarbeit von Next Liberty und Theater am Ortweinplatz, die ihre Kräfte und Expertisen einmal mehr bündeln, um das diesjährige Siegerstück ebenso preisverdächtig und außergewöhnlich auf die Bühne(en) zu bringen –  Bürger:innen-Chor und Twin Peaks-Vibes inklusive.

 „Wer will denn schon in einer Haltestelle wohnen?!“

Ein Dorf in Aufruhr: Jemand ist in das Wartehäuschen der alten Bushaltestelle gezogen. Jemand? Ein Mädchen! Sicher eine aus der Stadt. Na sowas. Das geht doch nicht. Das gibt’s doch nicht. Die Stimmen werden aufgebrachter, die Meinungen gehen zusehends auseinander, manche stellen nur Vermutungen an und verdächtigen, andere fragen nach, heißen willkommen und machen es wohnlich. Offenbar hat es ja vor zu bleiben, dieses seltsame Mädchen, diese „Kri“, die mit den Vögeln spricht und jeden freundlich empfängt, aber so gar nichts preisgibt von sich, die allein durch ihre Anwesenheit jedes „Weil das so ist!“ und „Das war schon immer so!“ hinterfragt. Wie lange kann man das aushalten? Wie lange kann das gut gehen? Wie kann das ausgehen?

„Es ist, als hätte sie aus allen Zimmern des Dorfs eines gemacht …“

Der österreichische Autor Stefan Wipplinger hat mit dem Jugendstück „Kri“ eine atmosphärisch dichte und spannende Versuchsanordnung, eine absurd-aufreibende Parabel in Dürrenmatt’scher Tradition umgesetzt, in der die starke junge Protagonistin mit ihrer Absage an ein (erwachsenes) System genau dieses vollkommen durcheinander – in Bewegung und zum Singen (!) – bringt.

„Stefan Wipplinger beschreibt mit «Kri» die fragilen, manchmal ausgrenzenden und gefährlichen Dynamiken von Gemeinschaften, er lotet die Abgründe des gesellschaftlichen Zusammenlebens aus, aber auch die Möglichkeiten für Veränderung (…). Und damit ist «Kri» weit mehr als ein Spiegel für eigene Vorurteile gegenüber dem, was vermeintlich nicht dazu gehört, es ist auch ein Appell an die Neugier, an das Anders-Denken, Anders-Sein, an das Unterlaufen des Althergebrachten. Es öffnet im besten Sinne die Augen und weitet den Blick, ohne dabei je moralisch zu werden – und bietet mit Kri eine starke Identifikationsfigur für junges Publikum, die die starre Welt der Erwachsenen spielerisch begreift, die Fäden und Erzählungen neu zusammenspinnt, in ihrer radikalen Unangepasstheit, in ihrer Unerschrockenheit, in ihrem Bei-sich-sein.“
(aus der Jury-Begründung, Retzhofer Dramapreis „Für junges Publikum“ 2025)

Diese Inszenierung enthält eine Szene, in der jemand mit einer Schusswaffe bedroht wird.

Weitere Spielserie im TaO! 

  • 04.02.2026 – 12:00 Uhr
  • 06.02.2026 – 12:00 Uhr
  • 06.02.2026 – 19:30 Uhr
  • 10.02.2026 – 12:00 Uhr
  • 12.02.2026 – 12:00 Uhr
  • 19.05.2026 – 11:00 Uhr
  • 20.05.2026 – 12:00 Uhr
  • 21.05.2026 – 11:00 Uhr
  • 22.05.2026 – 12:00 Uhr
  • 28.05.2026 – 18:00 Uhr

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Vorabsujet (c) Clemens Nestroy

Das sagen die Besucher_innen:


Next Liberty Kindertheater in Graz_Portraitfoto Autor Stefan Wipplinger © Wolfgang Rappel

„Wenn die Eskalation ausbleibt.“ – Ein Interview mit dem Autor Stefan Wipplinger

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Presse-
Stimmen

  • Kronen Zeitung
    Hannah Michaeler
    26.01.2026

    TaO!-Chef Manfred Weissensteiner inszeniert die Uraufführung von Stefan Wipplingers Stück am Next Liberty mit einem achtköpfigen Chor, der sich an dem so eigenwilligen wie selbstbewussten Mädchen abarbeitet – ein Kniff, der auch wegen der Melodien von Felix Klengel ausgezeichnet funktioniert. […] Wipplingers preisgekrönter Text lotet Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und die Frage, wie wir mit dem Fremden, dem Seltsamen, umgehen, aus, ohne jemals plakativ oder allzu politisch zu werden. Das verleiht ihm das Potenzial, zu einem zukünftigen Klassiker des Jugendtheaters zu werden. Der Erfolg von „Kri“ unterstreicht einmal mehr, wie wichtig und über die Grenzen Österreichs hinaus bedeutend die Arbeit des Drama Forums Graz in Sachen Gegenwartsdramatik ist.

  • Elisabeth Willgruber-Spitz
    Kleine Zeitung
    26.01.2026

    Bravourös inszeniert von TaO!-Intendant Manfred Weissensteiner, musikalisch fein aufbereitet von Felix Klengel, stieß die Uraufführung des Retzhofer-Siegerstücks „Für junges Publikum“ 2025 in Koproduktion mit dem Next Liberty und dem Hessischen Landestheater Marburg auf helle Begeisterung. […] In erfrischender Unbefangenheit erinnert die selbstbewusste Titelheldin Michaela Neuhold ein wenig an Pippi Langstrumpf, die Verwirrung stiftend macht, was sie will. Der Chor auf mobiler Tribüne, gleichsam das Dorf, fasziniert gesanglich. […] Eine gewitzte Normdurchbrechung ohne Lehrhaftigkeit, aber mit sympathischer gegenseitiger Annäherung im Jugendtheater Next Liberty.