Stolz und Vorurteil* (*oder so)

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Coverbild: STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO*)
von Isobel McArthur / nach Jane Austen / deutsch von Silke Pfeiffer
14+
ab der 8. Schulstufe
STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO*)
Inszenierung: Esther Felicitas Muschol
Co-Regie: Benjamin Rufin
Bühne: Fabian Lüdicke
Kostüme: Denise Heschl
Musikalische Leitung & Bühnenmusik: Anna Tropper-Lener
Dramaturgie: Dagmar Stehring
Lightdesign: Lorenz Meiler
Regieassistenz: Johanna Ortner
EFFIE / Elizabeth Bennet: Lisa Rothhardt
FLO / Mrs. Bennet / Fitzwilliam Darcy: Christina Kiesler
TILLIE / Charlotte Lucas / Charles Bingley / Miss Bingley: Simone Leski
CLARA / Jane Bennet / George Wickham / Lady Catherine de Bourgh: Rebecca Lorenz
ANNE / Mary Bennet / Lydia Bennet / Mister Collins / Mrs. Gardiner: Lilian Heeb
Live-Musik: Anna Tropper-Lener
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Die aktuelle „Bridgerton“-Staffel bestätigt, was wir längst wussten: Unterschätze niemals ein Dienstmädchen! Denn sie sind es, die wirklich wissen, was sich alles unter aufwendigen Perücken und gesellschaftlichen Erwartungen, hinter verschlossenen Türen und zwischen Ball-Aperitif und Frühstücks-Tee abspielt. Was Mrs. Bennet alles anstellt, um einen geeigneten (= reichen) Ehemann für mindestens eine ihrer fünf Töchter zu finden. Was Jane, Elisabeth, Lydia, Kitty und Mary alles in Kauf nehmen, um den (familiären) Anforderungen zu entsprechen – oder eben nicht. Wie hart erkämpft Elisabeths und Mr. Darcys Happy End tatsächlich ist. Und warum man, wenn reden nicht geht oder hilft, manchmal einfach singen muss.

„Kennt ihr den Roman?
Oder den Film?
Falls nicht: Kein Problem.
Dafür sind WIR ja da.“

In Isobel McArthurs gefeierter, pointierter und poppiger Neufassung von Jane Austens Meisterwerk, die aufgrund des großen Erfolgs (endlich!) auf die Bühne des Next Liberty zurückkehrt, lässt keine Wünsche offen und (endlich!) jene ans Mikro, die sonst meist übersehen/-hört werden. Also: Alle bereit für die größten Love- und Let-go-Songs der letzten Jahrzehnte? Für mehr Gossip und Glamour, Party und Empowerment?

TIPP: Wo Worte fehlen, kommt Musik ins Spiel – und dafür braucht es im Jane Austen-Universe eine ganze Menge! Macht euch also bereit für ein echtes Hit-Feuerwerk, ein Best-of der mitreißendsten Pop-, Love- und Let-go-Songs EVER, die so ganz nebenher das vermitteln, worum es in „Stolz und Vorurteil“ wirklich geht: AUF SPOTIFY ANHÖREN

Das sagen die Besucher_innen:


Next Liberty_Kindertheater in Graz_STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)_Backstagefotos (c) Stella

Backstage bei Bennets, Bingleys & Co - Probeneinblicke

Auf die Plätze, fertig: Lächeln! Tanzen: Geheiratetwerden! - Exklusive Probenblicke in unsere neue Jugendproduktion

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Presse-
Stimmen

  • Kleine Zeitung
    Elisabeth Willgruber-Spitz

     Standing Ovations für das Frauen-Super-Sextett bedeuten Hit-Alarm.

    Jane Austens Literaturklassiker als furiose Milieustudie

    Hollywood und Netflix-Serie für Bridgerton-Fans zum Trotz fegt das Grazer Jugendtheater mit „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ nach Jane Austens Weltseller Skepsis schnell hinweg, wenn fünf Dienstmädchen ins Familienleben der Bennets einführen und sich das begeisterte Publikum zuletzt erhebt. Isobel McArthur hat den Liebes- und Sittenroman der vor 250 Jahren geborenen und mit 41 jung verstorbenen britischen Autorin mit dem Hausboten-Milieu umklammert, bestens für heitere Zwischenspiele im Bühnenspektakel mit viel Musik. Noch dazu muss im Next Liberty eine Handvoll Akteurinnen in Windeseile in 19 (Kostüm-)Rollen schlüpfen.

    Jede Figur sitzt perfekt
    Dass dabei auch noch ausnahmslos jede Figur perfekt sitzt, ist der grandiosen Regie von Esther Muschol zu verdanken und natürlich den mit Herz und Seele engagierten Darstellerinnen. Die vermitteln nicht nur das patriarchale Gesellschaftsaroma der Zeit mit männlichem Kolonialismus gegenüber Frauen und Armut. Sie verleihen den jungen Bennet-Schwestern, die zur materiellen Rettung des Hauses von der Mutter vorteilhaft verkuppelt werden sollen, Plastizität. Sarkastische Kritik am Wertekonformismus, Selbsterkenntnis und feministische Anflüge entzaubern die Vorstellung weiblichen Untertanentums.

    Scharfzüngig nimmt sich Lisa Rothhardt als Elizabeth Bennet kein Blatt vor den Mund, auch nicht bei der Zähmung von „Arschgeige“ Fitzwilliam Darcy, arroganter Geldadel im heiratswilligen Alter. Dargestellt von Multitalent Christina Kiesler (bekannt als Fußballspielerin und Kabarettistin), die obendrein als Fäden ziehende Mutter eine aberwitzige Schnapsdrossel abgibt. Herrlich auch Simone Leski mit umwerfenden Balztänzen, die eigenbrötlerische Lilian Heeb und die liebenswerte Rebecca Lorenz. Unikat der Extra-Klasse ist Anna Tropper-Lener mit Live-Musik quer durch die Popgeschichte, Love-Songs und Karaoke vom auch in den (Unter-)Hosenrollen famosen Team. Ein tolles Frauen-Sextett im stimmigen Bühnenbild von Fabian Lüdicke und in Denise Heschls zauberhaften Empire-Kostümen. Hitverdächtig! 

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  • Kronen Zeitung
    Christoph Hartner

    Mit „Stolz und Vorurteil“ hat Jane Austen einen der großen Klassiker der Literaturgeschichte geschrieben. Unzählige Male wurde das Werk adaptiert – ob als schmachtende Romanze oder als wilde Zombie-Komödie. Nun bringt das Grazer Next Liberty „Stolz und Vorurteil (oder so)“ mit einem famosen Darstellerinnen-Team als gewitzte Karaoke-Show auf die Bühne.

    Eigentlich spielen die Dienstmädchen keine große Rolle in Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, aber in der international gefeierten Bühnenversion von Isobel McArthur übernehmen sie das Zepter – oder besser gesagt das Mikrophon. Die fünf Dienstmädchen erzählen die Geschichte der Bennet-Geschwister und ihrer Abenteuer am Hochzeitsmarkt der britischen Regency-Epoche, schlüpfen dabei in alle insgesamt 17 Rollen und mischen auch noch unzählige Pophits der vergangenen 50 Jahre in das Bühnengeschehen.

    Meisterstück der sarkastischen Überzeichnung
    Mit diesem Kniff schafft es McArthur einerseits, die Geschichte des Klassikers relativ originalgetreu bühnenreif zu machen, andererseits bietet er aber auch einen zeitgenössischen Zugriff auf den Stoff. Denn viele der Szenen aus „Stolz und Vorurteil“ sind – ähnlich wie so mancher der verwendeten Pophits – so oft gecovert und am Karaoke-Altar geopfert worden, dass sie zum Klischee verkommen sind.

    Aber dieses Stück begegnet Klischees mit Klischees und wird so zu einem Meisterstück der sarkastischen Überzeichnung: Wenn Mama Bennet etwa ihre Töchter auf den Ball schickt, wo diese einen Mann finden sollen, stimmen die Schwestern „Single Ladies“ von Beyonce an. Und wenn Lady de Bourgh die Zügel in die Hand nimmt und das Happy End für die Schwestern in die Wege leitet, dann singt sie „Lady in Red“ von Chris de Burgh.

    Famoses Ensemble
    Mit dieser kultigen Klischeehaftigkeit der Vorlage spielt auch die Grazer Inszenierung von Esther Muschol (Co-Regie: Benjamin Ruffin). Rasant und voller humorvoller Seitenhiebe jagt die Regisseurin das famose Ensemble (Lisa Rothhardt, Christina Kiesler, Simone Leski, Rebecca Lorenz und Lilian Heeb) durch den Abend mit seinen geschätzt 200 Kostümwechseln (Ausstattung: Fabian Lüdicke und Denise Heschl). Mit Live-Musikerin Anna Tropper-Lener steht den fünf Darstellerinnen in den Karaoke-Szenen zudem eine wunderbare Partnerin zur Seite.

    Das Resultat ist ein Abend, bei dem jede Pointe und jeder Seitenhieb sitzt und der absolut das Zeug hat, zum Publikumsliebling zu werden. Empfohlen ist „Stolz und Vorurteil (oder so)“ ab 14 Jahren – aber auch als Erwachsener hat man mit diesem Jugendstück garantiert seine Freude!

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