Biedermann und die Brandstifter

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Coverbild: BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER
von Max Frisch
14+
ab der 8. Schulstufe
Biedermann und die Brandstifter
Di. 20. Jan. Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Di. 3. Feb. Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Di. 3. Feb. Tickets
17:00 bis ca. 18:45
Mi. 4. Feb. Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Di. 24. Feb. Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Di. 24. Feb. Tickets
17:00 bis ca. 18:45
Mi. 25. Feb. Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Mi. 25. Feb. Tickets
17:00 bis ca. 18:45
Do. 26. Feb. Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Mi. 3. Juni Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Mi. 3. Juni Tickets
19:00 bis ca. 20:45
Mo. 8. Juni Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Mo. 8. Juni Tickets
17:00 bis ca. 18:45
Di. 9. Juni Tickets
10:30 bis ca. 12:15
Inszenierung: Mira Stadler
Ausstattung: Mignon Ritter
Videoprojektion: Alexander Scherpink
Lightdesign: Viktor Fellegi
Dramaturgie: Iris Harter
Regieassistenz: Johanna Ortner
GOTTLIEB BIEDERMANN: Helmut Pucher
BABETTE BIEDERMANN: Christina Kiesler
FEUERWEHRFRAU: Simone Leski
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Alles beginnt mit einem Streichholz. Es wird in der bürgerlichen Gemütlichkeit von Gottlieb Biedermann entzündet. Ganz alltäglich, harmlos.
Gottlieb und Babette Biedermann leben, wie sie heißen: ein Eigenheim, ein Unternehmen, eine Haushaltshilfe, Silber und Kristall. Doch die Zeiten sind unruhig. Immer wieder brennt es in der Umgebung. Eines Tages stehen zwei seltsame Gestalten vor der Tür. Biedermann lässt sie ein, obwohl die beiden von Anfang an durchscheinen lassen, was sie wirklich wollen: Feuer machen. Als die Brandstifter Benzin-Fässer auf den Dachboden schaffen, versuchen die Biedermanns halbherzig, sie wieder loszuwerden – was mit der „besten und sichersten Tarnung“ ausgehebelt wird: „… die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand.“ Es kommt, wie es kommen muss.
Alles endet mit einem Streichholz. Es wird in der bürgerlichen Gemütlichkeit von Gottlieb Biedermann entzündet. Ganz endgültig, zerstörerisch. Im Widerschein der Katastrophe: Hätte man vielleicht doch …?

„Seit wann wisst ihr, dass es Brandstifter sind?“

Max Frischs „Lehrstück ohne Lehre“ ist nicht nur ein Klassiker der Bühnen, sondern auch – wie passend – des Lehrplans und eine humoristisch-hintersinnige Parabel über das Nicht-Handeln, Nicht-Haltung-Zeigen und das Nicht-aufs-Spiel-Setzen der eigenen Bequemlichkeit und des eigenen Vorteils. Das bekannte Stück des Schweizer Autors seziert unterhaltsam und genau eine inszenierte Wehrlosigkeit gegenüber dem Zündeln, die kaum den Unwillen kaschiert, dorthin zu schauen, wo es hellausgeleuchtet ist – und der Wahrheit ins Auge.

Das sagen die Besucher_innen:


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Presse-
Stimmen

  • KUMA
    Lydia Bißmann
    17.01.2026

    „Schaurig-schöner Klassiker in Farbe […] Perfekte Inszenierung vor menschlichem Unvermögen. Mira Stadler verbindet in der Inszenierung, die am 16. Jänner ihre Premiere vor vollem Haus feierte, jugendgerechte Verpackung mit bestechender Ästhetik.“

    zum Artikel: HIER

  • Der Haubentaucher
    Wolfgang Kühnelt

    „Ein Klassiker für junge Leute (und andere) […] Der primären Zielgruppe hat es ganz offensichtlich gefallen und eigentlich ist es ohnehin völlig egal, wie alt oder wie jung man ist, dieses Stück in dieser Inszenierung sollte man gesehen haben. […]
    Obwohl von Beginn an alles klar ist, geht es auf der Bühne des Next Liberty spannend zu. In Zeitlupe, in Echtzeit oder in Zeitraffer, je nachdem. Helmut Pucher als Toupet-Träger Biedermann, der seine Spießigkeit so gerne ablegen würde, brilliert. Ihm zur Seite Christina Kiesler, die ihre Babette Biedermann als glaubhaft ungläubige Zweiflerin anlegt. Lisa Rothhardt verwandelt die Anna in eine Vermittlerin zwischen dem Publikum und dem Geschehen auf der Bühne, zwischen den Wünschen ihres Chefs und dem unverschämten Benehmen des Sepp. Christoph Steiner zeigt als Schmitz eine hinreißende Mischung aus diabolischem Witz und krimineller Energie. Martin Niederbrunner als Ex-Knacki Eisenring ist sein abgerockter Partner in Crime. Und Simone Leski stiefelt als vorgeblich stets wachsame Feuerwehrfrau und Polizistin über die Bühne. Sie alle bekommen bei der Premiere nach exakt 105 Minuten großen Applaus. Und nicht nur sie.
    Regisseurin Mira Stadler positioniert das Stück zwischen Gesellschaftskritik und Komik, zwischen gutbürgerlichem Wohnzimmer und gut einsehbarem Keller – und das mit einer pointierten Stilsicherheit, die große Freude bereitet. Zu loben sind hier auch besonders Mignon Ritter für die farbenfrohe Ausstattung, Nikolaj Efendi für die Musik und Alexander Scherpink für die feurigen Video-Effekte.“

  • Kronen Zeitung
    Felix Jurecek

    Das Next Liberty zeigt Max Frischs Bühnenklassiker ‚Biedermann und die Brandstifter‘ in einer Inszenierung, die nicht auf Politisierung, sondern auf eine starke Besetzung setzt. […] Das kräftige Farbschema (Ausstattung: Mignon Ritter) mit der Stadler die Plastikwelt der Biedermanns in Türkis und Gelb (Frau Biedermann: Christina Kiesler) vom Karmesinrot der Zündler absetzt, macht dabei durch absichtliche Eindeutigkeit Eindruck. Da das Werk als „Lehrstück ohne Lehre” keine Gesinnung predigt, sondern Bequemlichkeit und missbräuchlichen Moralismus allgemein kritisiert, setzt man klugerweise nicht auf Politisierung, sondern die starke Besetzung. So ist Puchers Biedermann ein Abzieh-Ekel, das mit zunehmender Verzweiflung aber auch als Mensch sichtbar wird. Ihm gegenüber steht mit Christoph Steiners Brandstifter Schmitz eine Mephisto-Gestalt. Wie Steiner sich schmeichlerisch klein macht und doch immer mehr Raum einnimmt, ist große Klasse. Seinen Partner „Eisenring” spielt Martin Niederbrunner dafür entwaffnend kumpelhaft und ehrlich – durchschaut nur vom Hausmädchen Lisa Rothhardt, die mit Blicken tötet, und der machtlos hektischen Feuerwehrfrau Simone Leski.“

    zum Artikel: HIER

  • Kleine Zeitung
    Willgruber-Spitz
    18.01.2026

    „Helmut Pucher als Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann glänzt im türkisen Nobelanzug und mit blinder Selbstgefälligkeit. Seiner Gattin Babette verleiht Christina Kiesler ganz in Gelb den Habitus eines gespreizten Shopping-Huhns. Genial Januskopf Christoph Steiner als Schmitz, der sich mit pyromanischen Absichten in die Gunst des Hausherrn und in dessen Domizil einschleimt. Kumpan Martin Niederbrunner erscheint als Elvis-Verschnitt aus dem Zirkus mit kriminellem Einschlag. Regisseurin Mira Stadler legt das Stück als komischen Krimi an, bei dem im niedrigen Keller unter dem Wohnraum zwei Dutzend knallrote Benzinkanister angekarrt werden.“